Flow: das Geheimnis von Glück, Leistung und Kreativität

Flow: das Geheimnis von Glück, Leistung und Kreativität

27. August, 2025
Kategorie: Mentoring

Hast du schon einmal etwas getan und dabei völlig die Zeit vergessen? Vielleicht beim Malen, Radfahren, Arbeiten oder sonst etwas? Das nennt man Flow.

Flow ist ein Zustand, den wir erleben, wenn wir etwas ausüben, das leicht herausfordernd ist, wir aber genug Vertrauen und Sicherheit haben, diese Herausforderung zu meistern. Klare Ziele müssen gesetzt sein, und unmittelbares Feedback sollte möglich sein.

Du erkennst Flow daran, dass du die Zeit vergisst, Handlung und Bewusstsein verschmelzen, du hoch konzentriert bist und eine Motivation von innen heraus spürst.

Ich persönlich erlebe Flow während meiner Mentoring-Sitzungen mit meinen Klienten, beim Stricken, beim Schreiben von Texten wie diesem Blogpost oder beim Kreieren von Kursen.

Was passiert in uns im Flow?

Im Flow-Zustand wird Dopamin ausgeschüttet – unser Glückshormon. Wir vergessen uns selbst, weil wir uns so sehr in die Tätigkeit hineingeben, dass wir von jeglichem Leid und Anhaftung losgelöst sind.

Im Flow sind wir vollständig im Hier und Jetzt – und im Hier und Jetzt sind wir frei von Leiden. Leiden entsteht oft durch das Konzept von Zeit: durch das Anhaften an vergangenen Wunden oder die Angst vor der Zukunft.

Man könnte also sagen: Flow ist DAS Glücksrezept.

Warum fällt es uns heute schwer, Flow zu erleben?

  • Ablenkung und Multitasking: In unserer modernen Welt ist volle Konzentration selten. Social Media und ständige Informationsflut verkürzen unsere Aufmerksamkeitsspanne.
  • Perfektionismus und Leistungsdruck: Flow erlaubt Kreativität, führt aber nicht immer zum effizientesten Ergebnis.
  • Stress und Unsicherheit: Für Flow brauchen wir Sicherheit und Vertrauen – in uns selbst und unsere Umgebung.
  • Extrinsische Motivation: Viele Menschen handeln, um Erwartungen anderer zu erfüllen oder Geld zu verdienen. Flow entsteht jedoch nur bei intrinsischer Motivation – aus Freude an der Tätigkeit selbst.

Traumata, besonders in der Kindheit, können das Vertrauen und das Nervensystem destabilisieren. Um wieder in den Lebensflow zu finden, sind Traumaintegration und Nervensystemregulierung hilfreich.

Wie du Flow kultivieren kannst

  1. Kleine Aktivitäten bewusst erleben: Nimm dir regelmäßig Momente, in denen du eine Tätigkeit intensiv wahrnimmst.
  2. Ablenkungen reduzieren: Handy im Flugmodus, volle Konzentration auf eine Aufgabe.
  3. Realistische Herausforderungen: Wähle Aufgaben, die dich fordern, aber die du mit deinen Fähigkeiten meistern kannst.
  4. Körper & Geist einbeziehen: Tanzen, Yoga, Bewegung, Malen oder andere kreative Tätigkeiten.
  5. Soziale Unterstützung: Menschen an deiner Seite, die dir Sicherheit geben – Mentor*innen oder Gleichgesinnte.
  6. Rituale & Selbstfürsorge: Schaffe sichere Räume und Routinen.

Beispiele zum Ausprobieren:

  • 20 Minuten ungestört einer Tätigkeit nachgehen
  • Eine kreative Aufgabe mit voller Aufmerksamkeit ausführen

Meine Erfahrungen mit Flow

Ich selbst merke immer wieder, dass Social Media meinen Flow sabotiert. Kurze Befriedigung durch Nachrichten oder Stories zerstört oft die Vertiefung.

Gleichzeitig kann ich mich total verlieren, wenn mich ein Thema wirklich interessiert – zum Beispiel psychologische Aspekte, Mentoring oder Heilarbeit. Neue Herausforderungen sind ebenfalls wichtig: Ich bilde mich kontinuierlich weiter und probiere neue Methoden mit meinen Klienten aus.

So bleibt jede Sitzung für mich ein Flow-Moment: die Zeit vergeht wie im Flug, alles andere tritt in den Hintergrund, und meine Arbeit erfüllt mich zutiefst.

Fazit

Flow kann gelernt und bewusst praktiziert werden. Fang an, wenn du ihn noch nicht kennst oder verloren hast.

  • Was bereitet dir Freude?
  • Was fordert dich heraus?
  • Führe es bewusst und ungestört aus.

Lass mich gerne wissen, wie es dir dabei geht! (Hier kannst du mir eine Nachricht hinterlassen.)